Großes Schlachtenpanorama von Georg Philipp Rugendas, Jeremia Wolff und Joh. Daniel Herz
Georg Philipp Rugendas 1666-1741: Maler der Vorlage Jeremias Wolff 1663-1724: Herausgeber und Verleger Joh. Daniel Herz 1693-1754: Kupferstecher der Druckplatten
Entlang des unteren Bildrandes befindet sich die folgende Inschrift in Lateinisch und Deutsch:
Des Feindes Reüterey wird gleich zu erst geschlagen; Das Mord=Geschrey bezßeügt, wie sehr Sie sey erschreckt: Die Pferde, so man müßt ganz aus dem Athem jagen, Seynd jämmerlich zerquetscht, und liegen hingestreckt.
Der Truppen Hyster-Niß, den Feinden obzusiegen, Läst den Soldat'n fast nicht in rechter Ordnung stehn; Er suchet seinen Mann, der ihm soll unterliegen; Als müst ein Zweykampf hier, nicht eine Schlacht geschehn.
Wo dieser Held hinrennt, da Stürtzet alles nieder; Vor seines Degens Blitz erbebt und fleucht eine jeder; So daß sein' Gegenwart Armeen jagen kan: Das Hohe Blut (...)
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Hier komt's zum rechten Ernst! man ficht zu beyden Theilen mit gleicher Tapfferkeit; und führt die Truppen an: Dieselbe suchen auch so starck herbey zu eylen; (...)
Vor Staub und Rauch kan man den HImmel fast nicht schauen; Die Reuterey bricht wie der Blitz urplötzlich ein: Dan folgt ein Mord=Geschrey von denen die drein hauen; (...)
Ein jeder läufft so schnell, als ihn die Füsse tragen: Man sucht die Sicherheit, und giebet Fersen=Geld: Die Flüchtling' lassen sich wie schücht're Hasen jagen; Kurtz - Der geschlagne Feind erwählt das weite Feld.
Die beiden Panoramen sind jeweils von drei Platten gedruckt, in einem alten Rahmen hinter altem, gewalztem Glas eingerahmt. Sie stammen aus dem Rittergut Schultze-Sölde.
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