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Ruhrnachrichten vom Mittwoch, 24. August 2005
Die Seele der Steine suchen

Ausstellung mit Skulpturen aus Simbabwe

Für die Arbeit der Bildhauer in Simbabwe gibt es viele poetische Formulierungen. Von der Kunst, den Steinen eine Seele einzuhauchen oder ihr Wesen aus ihnen herauszuarbeiten, kann man sprechen. Die Galerie Möller zeigt in einer weiteren Ausstellung neue Skulpturen, die eine alte afrikanische Tradition und modernes Kunstschaffen verbinden.

Die meisten dieser Arbeiten sind aus Serpentin-Stein, der im Original an schlichten Sandstein erinnert. Die Bildhauer in Simbabwe schaffen daraus wie Metall glänzende Skulpturen. Alles in Handarbeit und ohne Maschinen und technische Hilfsmittel. Die wie aus Baumstämmen oder Wurzeln herauswachsenden Figuren haben etwas Archaisches. Auf alte Vorbilder gehen auch die Kugelköpfe mit den putzigen Gesichtern oder die Tierfiguren zurück. Ihnen werden freie Formen, die die Maserungen und Linien des Steins besonders zur Geltung bringen, gegenübergestellt.

Von der Geschichte und dem Alltag Simbabwes erzählen die "Big Mamas", von denen einige ihr Kind auf dem Rücken tragen. Der Serpentin-Stein bleibt bei diesen Skulpturen zum Teil unbearbeitet, wie aus einem Sockel wächst daraus die Figur. S.K.

 
vom Mittwoch, 24. August 2005 - Klick für Vergrösserung


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